Donnerstag, 22. März 2012

Marc Schneider & Aera - Scumback (Circus Company)

Marc Schneider ist nicht nur DJ und Producer, sondern einer der wichtigeren Checker hinter den Kulissen der Hamburger House-, Techno- und alles andere-Szene. Schließlich hat er nicht nur den Music Distributor Word And Sound und seinen digitalen Ableger What People Play gegründet, sondern auch die Finger in diversen coolen Veranstaltungen.
"Scumback" jedenfalls featured 3 knochentrockene Tracks, denen man an seiner Kunst, mit dem Raum zwischen den Beats umzugehen, ein bißchen Schneiders Hiphop-Sozialisation anhören kann. Scumback und auch Aera's Smoke Machine Mix von Steam rocken trotz sparsamster Produktion jeden Dancefloor in Grund und Boden, das Steam-Original ist in seinem Up-Uptempo sicher nicht ganz soo ernst gemeint.

Witzischkeit kennt keine Grenzen

Mittwoch, 21. März 2012

Einfach gut, der Gote!


Nee, im Ernst, der Typ ist meiner Aufmerksamkeit ziemlich lange durch die Lappen gegangen.

Der spackelt nicht gross rum, demütigt niemanden und taugt auch nicht für die Endquali von „Switch reloaded“.
Der Gote kommt so unaufgeregt und bodenständig daher, dass sein inzwischen berühmtes
„schwupps, ab in die Sosse“ bei mir zumindest ca.15 Anläufe brauchte, bis ich mal richtig zughehört hab.
Aber die Zeiten sind ja nun vorbei, deshalb hier und heute:
Orangensalat nach Helmut Gote

Zutaten (ich schätz mal so für 2 Personen, mit der Menge der Orangen bin ich immer etwas grosszügiger):
2 grosse Bio-Orangen
300g Thunfisch aus der Dose in Olivenöl (bitte jetzt! nicht über den bösen Dosenthunfisch schimpfen, o.k.? Jetzt einfach mal nicht...)
8 Frühlingszwiebeln
100g grüne Oliven, entsteint (gestern hab ich die Riesendinger vom Türken genommen, die, die mit Paprika gefüllt sind, ich mein ja nur...)
2 Knoblauchzehen
3 hart gekochte Eier
5 Esslöffel Olivenöl
Zitronensaft, scharfes Paprikapulver, Salz, Pfeffer

Zubereitung
Die Orangen schälen, aussen von allem weissen Gedöns befreien, die einzelnen Stücke auslösen und klein schneiden. Oliven und Eier grob zerschneiden, Knoblauch fein hacken, Frühlingszwiebeln in feine Röllchen schneiden (auch das Grüne), Thunfisch abtropfen lassen und mit der Gabel zerrupfen.
Schwupps, alles in die Schüssel, salzen, pfeffern und mit dem Olivenöl vermischen. Nach ein paar Minuten nochmal abschmecken und Zitronensaft sowie Paprikapulver nach Geschmack dazugeben.
Mit Baguette servieren.

Dienstag, 13. März 2012

Ruff Times


Es kann eigentlich nie schaden, mal in den Keller zu gehen. Du räumst einen Lagerraum voller alter Regalbretter, Kindermöbel und Farbpötte auf, und was findest du, ganz hinten, wo schon seit 15 Jahren niemand mehr war? Ne Kiste mit Rare Groove- und Soulsingles, an die du schon nicht mehr gedacht hast seit Acid Jazz das ganz neue heisse Ding war. Oder - wie im Fall von Ingo Sänger, Farside-Don und Lieblings-DJ nicht weniger meiner Freunde und Bekannten - zwei alte Tapes aus dem ersten Club, in dem du die Entscheidungsgewalt über den Sound hattest. Für Ingo war das natürlich der zweite Floor (Hijack") eines Bochumer Kellerclubs namens Logo, von dem heute viele behaupten, hier seien sie musikalisch sozialisiert worden, hätten hier je nach grober musikalischer Ausrichtung zum ersten Mal Indierock, Grunge, Acid House oder Hiphop und Ragamuffin gehört.
Die letzten beiden genannten Styles wurden länge Zeit von Herrn Sänger und seinem Buddy Oliver von Felbert aka Olski (heute Herr über das sehr feine Melting Pot Label) auf die 1210er gelegt.
Den ganzen Text könnte ich mir sparen, wenn diese Tapes jetzt nicht mehr funktionierten, aber - ist ja klar - sie tun's und Ingo hat sich nach kurzem Reinhören stante pede entschlossen, das ganze Zeug zu digitalisieren und versoundclouden.
Hier spricht der Don: "Get ready for two old tapes that i found in the basement a few days ago. Ruff sound, ruff mixing, ruff everything.
My friend Oliver "Olski" von Felbert (of Melting Pot Music fame) & me started DJing a long time ago in a germanwide outstanding club named LOGO in Bochum. See what happened at one of the last nights over there. Date of recording is the summer of 1991. BDP meets LFO meets Tony Rebel. Ring the alarm!"

Montag, 12. März 2012

Sadar Bahar


Funkloch pres. Sadar Bahar - Das Gespräch from ebland on Vimeo.

Nur um mal einen Sack Salz in die Wunden derer, die die Party des Jahres mit Sadar Bahar verpasst haben sollten, zu streuen, poste ich hier das Gespräch, das Funkloch-Don Guy Dermosessian vor der Show mit dem Mann aus Chicago geführt hat. Wenn man die beiden hier so relaxt in der Goldkante auf dem Sofa sitzen sieht, wie sie über Disco, Disco, Ron Hardy und Disco plaudern, macht man sich kein Bild davon, wieviele Leute gerade um den limitierten Platz in der kleinen Bar kämpfen.
Die Party im Anschluß war unglaublich. Sadar (und vorher Steffen Baldo aka Ugly Drums) spielten die ganze Nacht - von 23Uhr bis ca 9 Uhr morgens - nichts anderes als hardcore rare disco grooves, höchstens zur Abwechslung mal einen Funk- oder Fusiontrack einstreuend, und everyone and his brother went more than nuts, wie wir hier im Ruhrpott sagen.
Oder mit den Worten Sadars: You have some really crazy cats here in Bo.kum."

Mittwoch, 7. März 2012

Blumenkohl-Risotto mit Gorgonzola und Senfgurken

An dieser Stelle hab ich ja schonmal recht anschaulich, wie ich glaube, geschildert, dass es einer gewissen, sagen wir inneren Mobilität bedarf, wenn man 15 Menschen mit einem Herd bekochen soll, der allerhöchstens den Mindestanforderungen eines Singlehaushaltes genügt.
Hierbei handelt es sich aber lediglich um den modus operandi bei der Herstellung einer Mahlzeit für die oben genannten Herrschaften, sprich: wie krieg ich gebacken, was ich geplant habe, quasi eine Fingerübung für die erfahrene Köchin.
Viel, viel brisanter ist die Frage: was plane ich überhaupt?
Man muss sich das wie folgt vorstellen:
Du hast besagte 15 (mal mehr, mal weniger) Menschen in deiner Planung zu berücksichtigen.
Die allgemeine Verabredung lautet: du kochst vegetarisch, weil schonmal 2 Menschen kein Fleisch essen, dafür aber Tiere ohne Gesicht, z.B. Krabben oder Fischfilets.
Nach einigen Monaten stellst du fest, dass 13 Menschen durchaus für ein paar Speckwürfelchen in der Quiche oder Mettendchen im Linsengemüse zu begeistern sind. Da gerade eine Grippewelle grassiert, von der u.a. die 2 Vegetarierinnen betroffen sind, könntest du glauben, du bist für den Moment aussem Schneider. Weit gefehlt!
Du hast immerhin noch 1 Glutenallergiker zu berücksichtigen, was allerdings insofern keine grosse Herausforderung mehr für dich darstellt, dass du gelernt hast, mit glutenfreiem Mehl Hefe-und Brotteig herzustellen. Von hausgemachter Pasta für die gesamte Runde nimmst du allerdings Abstand weil die einschlägigen Internetforen für Glutenallergiker dir diesbezüglich keinerlei Mut machen.
Gut, keine hausgemachte Pasta und immer schön eine Extraportion aussem Reformkostladen.
Du glaubst, du bist aussem Schneider? Weit gefehlt!
1 weiterer Mensch bittet darum, doch wenig oder eigentlich garnicht mit frischem Rosmarin und Salbei zu würzen, da das Übelkeit verursacht.
Da das Würzen von Speisen ohnehin hysterisch überbewertet wird, zeigst du Einsicht und lässt die Finger von dem Zeug.
Du glaubst, du bist aussem Schneider? Willst du die ehrliche Antwort? Vergisses!
Du hast nämlich noch 1 Menschen mit einer kompletten! Getreideallergie zu berücksichtigen, d.h. keine Pasta, kein Reis, keine Polenta, kein Brot, kein Garnix, dafür aber Fleisch, noch Fragen?!
Du denkst, o.k., jetzt wo die Mitarbeiterin mit der Fischallergie im Mutterschaftsurlaub ist, kannst du den Orangensalat mit Thunfisch (hat kein Gesicht, du erinnerst dich!?) und gekochtem Ei riskieren? Blödsinn, weit gefehlt!
Du stellst fest, dass es 1 Menschen in der Runde gibt, der sich vor Eiweiss dermassen ekelt, dass er ein Kindheitstrauma als Ursache vermutet.
1 weiterer Mensch hat dir in einem vertrauten Moment gestanden, dass Kapern und Sardellen nicht unbedingt das Zentrum seiner Sehnsüchte darstellen. Glaubst du immer noch, dass du irgendwie heile aus dieser Nummer kommst? Eben!
Und dabei hab ich dir bis jetzt verschwiegen, dass 1 weiterer Mensch keinen Gorgonzola mag...
Egal, hier lege ich dir trotzdem ein Risottorezept wärmstens ans Herz, vielleicht hast du's ja etwas einfacher als ich...!

 

Freitag, 2. März 2012

Ausgehbefehl (zweiter Aufruf): Funkloch mit Sadar Bahar

Allein die Tatsache, dass ich hier schon zum zweiten Mal auf das Funkloch mit Sadar Bahar hinweise, sollte jedem zeigen, wie sehr mir diese Veranstaltung am Herzen liegt.
Der Chicagoer DJ Sadar Bahar, der sehr, sehr selten mal in Europa anzutreffen ist, wird uns einen Einblick in die Zeit gewähren, als House gerade erst im Entstehen begriffen war, und zwar aus Disco und den neuen, günstigeren Produktionsmethoden mit Drumcomputern und Synthesizern.
Vor allem aber sorgt der Mann für eine unglaubliche Party!

SA 3.3. Rotunde / Alter Katholikentagsbahnhof, Bochum

When TV got funky


Absolut unvorstellbar, auch nur ansatzweise etwas in dieser Art, in dieser umwerfenden Grandiosität heute noch im TV zu sehen, wie dieser Auftritt der JB-Family im italienischen Fernsehen 1971.
(gefunden natürlich auf Dangerous Minds, wo sonst?)