Donnerstag, 21. April 2011

Is, wie et is und gut is!


Immer in den Schulferien bin ich für Mademoiselle, watt der Kirschdavid für die Klumsche is, wenn se mal wieder niedergekommen ist. Statt niedergekommen ist Mademoiselle niedergeschlagen, weil eine Vierzigstundensitzwoche (und die hat sie in der Tat nebst allen anderen Verpflichtungen) nicht unter allen Umständen der Vitalität zuträglich ist.
Und weil ich ein guter Coach bin, finde ich immer den Königsweg für das Notwendige und das, was Spass verspricht. Mademoiselle möchte radfahren. Damit's möglichst lange und anstrengungstechnisch im grünen Bereich bleibt, ging's heute morgen ab auffe Erztrasse.
Och Kinners, war datt schön! Wir hätten keine Minute später aufbrechen dürfen, weil, umme Mittachzeit wird et echt heiß und staubich da. Aber wir sind ja brav um halb zehn losgefahren, also kein Problem.
Kehr, und wie wir beide da so lang fahrn, wird mir mal wieder klar, warum ich hier so gerne lebe.
Wenn du richtig hinkuckst, hast du Natur, bis der Arzt kommt. Trotzdem musst du aber nicht nen ganzenTag Urlaub nehmen, wenn du mal nen Kasten Wasser kaufen willst. Du kannst stundenlang hier rumcruisen und hast das ganze Programm: den Duft von Sanddornbüschen, die Hitze der Stahlrollen, die gemächlich auf der Erztrasse an dir vorbeijuckeln, ne Lackfabrik, in der garantiert nicht mit Coco de Chanel gearbeitet wird, Pferdekoppeln, Froschteiche, Industriedenkmäler, die einen ein bisschen ehrfürchtig machen und immer kannst du irgendwo abbiegen und bist wieder da, wo du auch ne Pommes kaufen könntest.
Ach, und watt soll ich noch grosse Worte machen? Auch die Menschen hier sind manchmal so verkehrt nicht. Mir geht das Herz auf, wenn einem alle naselang n Oppa auffem Fahrrad entgegenkommt und mit einem strammen „Morgeeeeeen!“ grüsst. Ne Schlägerpanne hatter auffem Kopp und is wohl unterwechs bis die Olle zuhause Mittach fertich hat.
Oder die Kameraden, die sich an der Abzweigung in Richtung Zollverein erstmal ne Einheit Veltins (genau, datt is dann schon hinter der Stadtgrenze!) gönnen. Wir können schon ganz schön entspannt sein, oder?
In diesem Sinne: entpannte Ostergrüsse aussem wunderschönen Pott!



 Hier siehst du die Erzschwinge, vor der ich am Anfang ne Heidenschiss hatte, weil datt Ding is richtich hoch und wackelt bei Wind und ich hab Höhenangst.




 












Ich trau mich aber trotzdem, vonne Erzschwinge nach hause zu kucken!







Weiter geht's.









Ne echte Ruhrpottbraut!









Noch ne Brücke.




Ohne Worte.






 Schön, oder?


Kleingartenanlage Bismarckhain....






Zu tief im Feindesland, Rückmarsch! Der Kommander flippt sonst aus....













5 Kommentare:

  1. sehr, sehr schööön. Auch der Weindeuter war gestern "mitm Farrrat" unterwegs (+ Kinder). Allerdings nicht Erztrasse, sondern von Bochum durch Herne zum Kanal, dann kurz links abbiegen und dann auf die Halde Hoheward. Das lohnt sich, 150 Meter überm Pott, da wird die Luft schon dünn. Oben wurde natürlich ein Wein verkostet...post kommt morgen !

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  2. sehr schön. jetzt muss ich doch mal mein fahrrad reparieren. frohe ostern. oli

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  3. Datt is´ aber schön bei euch. Auch mit ohne Weinberge. Ich glaub´, ich komm ma mit´m Rad vorbei...

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  4. "Zu tief im Feindesland". Das ist gut.
    Danke für die schöne Tourbeschreibung.

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  5. dat seh ich ja gezz ärrs! Schande auf mein Haupt!

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