
Und die kommt heuer ganz unverhofft von jemandem, von dem wir (also…) schon länger nichts mehr gehört haben, Sascha Funke nämlich, noch dazu in Tateinheit mit der einzigen mir bekannten russischen Produzentin, Nina Kravitz, die hier in erster Linie mal ihren Gesang beisteuert. Ob sie an Beat- und Sounddesign beteiligt ist, werden spätere Generationen rausfinden müssen.
„Moses“ ist ein brodelndes Monster voller Drama, das gekonnt mit unseren Erwartungen spielt, Spannung und immer mehr Spannung aufbaut ohne sie jemals aufzulösen. Wie Funke das macht, mit ganz wenigen Elementen, einem Snap, einem Clap, straighten Hihats, mit Kravitz’ schwer gefiltertem und verhalltem Gesang und nur ganz seltenen melodischen Tupfern, das hat Klasse!
Die Auflösung gibt’s dann auf B2 mit der „Moses bonus version“, die aus dem oben beschriebenen eine straighte Housenummer macht, die die Transparenz des Originals gegen einen treibenden, technoiden Groove eintauscht, mit viel Zug auf dem Floor, und zwar zur Peaktime.
Nicht nur räumlich, sondern auch musikalisch zwischen diesen beiden liegt „Headphones“, das mit seiner klasse funky Bassline, genialem Drumprogramming und sparsam eingesetzten E-Piano-Licks der heimliche Hit dieser 12“ sein könnte.
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