Mittwoch, 30. Dezember 2009

Geselliger Abend


Einmal im Jahr gibt' bei uns Käsefondue. Der Blick auf den Kalender gemahnte zum eiligen Handeln, darum war's dann gestern abend soweit. Das ganze hat jetzt viellleicht nichts mit grosser Kochkunst zu tun, macht aber trotzdem Spass, wenn man's bei einmal per anno belässt. Kurz und gut:
ich habe eine Mischung aus Gruyere, Appenzeller, Emmentaler und österreichischem Bergkäse vorbereitet, in einer Sauteuse einen ziemlich säurehaltigen italienischen Weisswein ( das Verhältnis sollte 2:1 Käse zu Wein betragen) mit einer zerdrückten Knoblauchzehe aufgekocht, danach den Käse dazugegeben, die Hitze reduziert und alles sehr langsam weiter erwärmt. Nach ca. 10 Minuten kam ein seeehr kleines Glas bewusstseinserweiternden Kirschwassers mit einem Teelöffel Speisestärke vermischt in die bereits leicht blubbernde Magenhöchstanforderung. Gewürzt wurde mit schwarzem Pfeffer und etwas Muskat, im Sinne der gesundheitliche Schadensbegrenzung empfiehlt es sich, eine Messerspitze Natron unterzurühren, bevor alles in die Fondueform umgefüllt wird.
Getunkt wurde mit Kartoffeln, eingelegten Gürkchen, frischer Paprika, Birnen und meinem Rosmarin- Rosinenbrot ( gestern eine Mischung aus Weizen-, Hartweizen- und Roggenvollkormehl, das vor Beginn des geselligen Beisammenseins auf das energischste verteidigt werden musste, so gut isses geworden!).
Der Abend war angenehm und sehr lang, von Bewusstseinserweiterung bis –trübung war alles drin, muss ich morgen echt bis 12 aufbleiben...?

Moin!

Montag, 28. Dezember 2009

Heilichabend

Eins vorweg: an Heilichabend, wie man hier in der Gegend so schön sagt, gibbet kein Stress und Streit bei uns. Familienbandetechnisch sind wir eher schwach aufgestellt, meint in dem Fall frei von Erwartungen an uns und vierte usw., Wir können an Weihnachten und auch anderern hohen Festtagen (und sowieso!) tun und lassen, was wir wollen.
Was also liegt näher, als den mitunter eher unbürgerlichen Strukturen unseres Lebens einen 1a bürgerlichen Anstrich zu verleihen, quasi Revolution rückwärts?
Äusserst wertekonservativ gibt es einen festen Zeitpunkt für das Aufstellen des Baumes, die Anordnung des Schmuckes wird penibelst reflektiert und über das Abendessen wird erst garnicht diskutiert. Es gibt rheinischen Sauerbraten vom Pferd, Rotkohl und seidene Klöße, man hat ja schliesslich so seine Traditionen...
Und weil wir so herrlich entre nous sind, will sagen: keine Nachbarn, deren religiöse Gefühle verletzt werden könnten, beschallen auch schonmal John Lennons "War is over" oder die Weihnachtshymne von Slade über Gebühr laut das Haus, was will man machen, Mademoiselle hat sich dem Blockflötenspiele zu einem sehr frühen Zeitpunkt energischst verweigert....

Das Fleisch war in diesem Jahr von herausragender Qualität, DANKE Karl Heinz!!! Rotkohl, Klöße und nicht zuletzt die Soße waren einfach nur gelungen und wer wollte, konnte nach dem Essen wieder in seine Casualwear springen, Friede auf Erden!!
P.s: Auch die Herausforderung, daß wir um exakt 13.35 Uhr feststellten, kein Toillettenpapier im Haus zu haben, sowie um 13.45 Uhr, es besser wäre Mozzarella zu kaufen, wenn man am 2. Feiertag Pizza reichen möchte, haben wir souverän gemeistert.

Sonntag, 27. Dezember 2009

YouANDme - Close To Me (Ornaments 010)


YouAND me sind auf dem besten Wege, sich in die dichtgedrängte Riege meiner aktuellen Kieblingsacts einzureihen. Sie haben eine Weile gebraucht, um sich innerhalb der selbstgewählten Grenzen Detroit, House und Dubtechno freizuschwimmen, und spätestens mit „Close To Me haben sie’s geschafft.
Ein ordentlich klonkender Groove führt einen in eine verführerische Welt aus verhallten Texturen und Industrial-Sounds, die ein wenig nach Levon Vibcent riechen, aus denen sich von Zeit zu Zeit glitzernde synthetische Riff-Schnipsel aus Detroit rtheben, bevor sie vom nächsten Echomonster wieder eingefangen werden. Episch und grandios!
Auf der Rückseite macht Robert Hood nit dem Track genau das, was sich Martin Müller und Daniel Ströter wohl erhofft hatten, als sie ihn um einen Remix baten: er zieht das Tempo weiter an, gibt eine elastische, treibende Bassline dazu und ab geht’s nach Motor City! Vorhersehbar und toll – und ein Killer für die Peaktime!

Donnerstag, 24. Dezember 2009

Aprikosenschnecken von Mademoiselle Mardermann



Übermannt von Müdigkeit, die aus einer fürchterlich anstrengenden Klausurphase herrührt, sehe Ich mich zum Zeitpunkt nicht in der Lage, meine geheimen Rezepte detailliert preis zugeben.
Kurz also: Die Plätzchen heißen Aprikosenschnecken, das Rezept stammt aus einer der Millionen Weihnachtskekse-Spezialausgaben und sie schmecken fabelhaft!
Man macht Mürbeteig für 50 Plätzchen, kocht gehackte getrocknete Aprikosen mit etwas Amaretto; dann kommt noch Puderzucker und Marzipan dazu. Alles auf den 0,5cm dicken Mürbeteig streichen, einrollen und ca. 12min backen.
HAPPY CHRISTMAS!

It's Chriiiiistmaaaaaaaaas!


Kürzlich habe ich ja Wizzards "I Wish It Could Be..." zum allerbesten XMas Song ever erklärt. Aber es ist wie jedes Jahr: je näher der Heilige Abend tatsächlich rückt, zieht diese Nummer unweigerlich vorbei.
Und damit wünschen wir all unseren Lesern und den bloggenden Kollegen ein entspanntes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in ein halbwegs friedliches neues Jahr mit weniger Tipfhelern, vielen interessanten Gewürzen und - nicht zu vergessen - toller neuer Musik!

Samstag, 19. Dezember 2009

Soul Kitchen


Eigentlich spielen Filme beim Kochplattenteller ja keine Rolle, aber neulich hatte ich die Gelegenheit, mir 'ne Preview von Soul Kitchen anzusehen. Der Film ist so Rock'n'Roll, der gehört hier hin - und gekocht wird auch!
Die Figuren in Fatih Akins neuem Meisterwerk sind dermassen authentisch angelegt und gespielt, die könnte man, auch wenn der Film in Hamburg spielt, auch hier an jeder Ecke treffen. Gleichzeitig sind ihre Haltung und ihr Handeln dermassen over the top, daß man sich beim zuschauen laufend ungläubig an die Stirn fasst.
Ein Heimatfilm, oder besser ein Szenefilm, der seine Typen so genau trifft wie vielleichtsonst nur "Herr Lehmann", aber der spielt ja in der Vergangenheit.
Dabei merkt man den Schauspielern an, wie wohl sie sich in ihren Rollen spielen, wieviel Spass sie haben und so springt der Funke direkt zum Publikum über, so dass es mit den Protagonisten lacht, sich mit ihnen freut und um sie bangt.

Ich hatte keine Sekunde Langeweile - auch weil der Film sein ungeheures Tempo von Anfang bis Ende hält - und kann "Soul Kitchen" nur empfehlen!

30 Jahre London Calling


Ziemlich genau jetzt vor 30 Jahren erschien das unzweifelhaft beste Album der ausgehenden 70er Jahre, oder der frühen 80er, wenn man Amerikaner ist, denn jenseits des Atlantiks erschien „London Calling“ erst Anfang 80.
Alleine das von Pennie Smith fotografierte ikonische Cover ist ein Meisterwerk. Es zeigt Mick Simonon bei der Zertrümmerung seiner Bassgitarre und der Mann wusste schon immer, wie man ne coole Pose hinkriegt. Typografisch zitiert es das erte Elvis-Album – wohl weniger um dem King an’s Bein zu pissen als als Verneigung gedacht, denn dem alten Punkspruch „No Elvis, Beatles or Stones in 1977“ hingen sie zur Zeit von „London Calling“ längst nicht mehr nach. Im Gegenteil: The Clash waren jetzt die größte Rockband ihrer Zeit.
Das Album enthält eine enorme Anzahl von Stilen, Punk Rock, Reggae, Folk, Rock’n’Roll, Power Pop und, nun ja, Jazz. Es gibt dem 1979 längst strauchelnden Punk Rock einen Tritt in den Arsch und hebt ihn auf eine neue Stufe. Die Texte sind politisch wie eh und je, aber die musikalisch haben Strummer, Jones, Simonon umd Headon einen Quantensprung hingelegt. Die Grooves von „Rudie Can’t Fail“ und „Guns Of Brixton“, die Pop-Melodien von „Spanish Boms“ und „Lost In The Supermarket“, der Drive von „I Fought The Law“ und die Power von „London Calling“ – es gibt wenige Alben in der Rockgeschichte, die da auch nur halbwegs mithalten können.
Oder kurz gesagt: dieses Album ist der Grund, warum ich auch heute noch stolz von Zeit zu Zeit mein Clash T-Shirt trage.

Zurück vom Markt

Donnerstag, 17. Dezember 2009

Heute vor der Matheklausur



Der Haussegen hängt da, wo er schlechter nicht sein könnte, morgen schreibt die Tochter eine Matheklausur, emotionaler Ausnahmezustand, Wissenslückenbestandsaufnahme, nutzlose Trostversuche, wahnumfächelte Motivationsgespräche, Statistik klappt ja doch ganz gut.., oder doch nicht?...und trotzdem gekocht, wenn auch nicht von allen gegessen.

1 Reststück Schwarzwälder Schinken, eine Knoblauchzehe und eine Zwiebel fein würfeln,
3 geschälte, gewürfelte Kartoffeln kochen, nach 10 Minuten die Rigatoni dazugeben, gar kochen, abgießen.
Schinken, Knobi, Zwiebeln in Olivenöl andünsten, die Reste von den Pizzatomaten vom Wochenende aufgießen, mit Pfeffer und Salz abschmecken und kleingeschnittene Garnelenstückchen dazugeben.
100 gr Ziegenfrischkäse mit frischen, gehackten Basilikumblättern zerdrücken,
Pasta und Kartoffeln abgiessen, erst mit der Sosse, dann mit der Käsemasse vermengen.
Krause Endivie an Honig- Senf Vinaigrette gibt den perfekten Begleiter zum Ziegenkäsearoma der Pasta.
P.s. Wenn ich bessere Mathelehrer gehabt hätte, hätten wir heute abend zu dritt gegessen...

Es weihnachtet


Du brauchst auf den letzten Drücker ein Weihnachtsgeschenk, das deine Liebsten immer an dich erinnert, wenn du wieder tagelang in der Küche verschwunden bist und niemand reindarf? Hier klicken

Mittwoch, 16. Dezember 2009

Ochsenbrust nach Art der Vacchinari


Mein erstes Kochbuch, ein Geschenk von Freunden und Grundstein einer unvernünftigen Sammelleidenschaft, ist die Cucina Casalinga mit Rezepten aus der einfachen italienischen Landküche.
Und weil's neulich bei Kruse ( ausschließlich Fleisch aus eigener Zucht und keine Massentierhaltung!) auf dem Markt Ochenbrust im Angebot gab und mein Vorrat an Rinderbrühe ja inzwischen und immer noch als vorbildlich zu bezeichnen ist, brauchte ich ein Schmorrezept. Zwar hab' ich keins für ausgesprochen Ochsenbrust gefunden, dafür aber die Information, daß die Vacchinari ( so hiessen die Rindermetzger der ewigen Stadt) das rentable edlere Fleisch verkauften und selber nur die einfachsten Fleischteile assen. Ecco wurde nach Art der Vacchinari zubereitet, und zwar wie folgt:

3 Stücke Ochsenbrust mit Knochen salzen und pfeffern, leicht von beiden Seiten mit Mehl bestäuben. ( stand nicht im Rezept, hab' ich aber trotzdem gemacht: das Fleisch an mehreren Stellen leicht einschneiden und Stifte von reifem Peccorino hineinschieben. Verleiht der Sosse ein unglaubliches Aroma!!!)
2 Zwiebeln und eine Karotte fein würfeln, 2 Knoblauchzehen zerdrücken.
Das Fleisch mit Olivenöl im Bräter leicht anbräunen, herausnehmen, beiseite stellen. Das Schmorgemüse in den Bräter geben und kräftig anschwitzen, 2 El Tomatenmark mit dem Gemüse verrühren, 1 Lorbeerblatt dazu und mit ca. 300 ml Rinderbrühe aufgiessen, kurz aufkochen lassen, dann die gleiche Menge kräftigen Rotwein angiessen. Einen kleinen Strauss frischen Thymian dazulegen, nochmal mit Salz und Pfeffer nachwürzen und den Bräter mit geschlossenem Deckel in den vorgeheizten ( ca. 200 Grad) Backofen stellen.
Nach der Hälfte der Garzeit ( ca. 45 min) den Deckel abnehmen, eine halbe, kleine Dose gewürfelte Pizzatomaten unterrühren und alles im offenen Bräter weiterschmoren lassen. Nach eineinhalb bis zwei Stunden sollte das Fleisch zart sein. Ich hab' die Sosse kurz mit dem Mixer püriert und das Fleisch in Scheiben zerteilt, dazu gab's die Nr. 126 von De Cecco und dreimal die Note 1.

Moin!


Vor einigen Tagen habe ich das hier bei meinem alten Kumpel Jürgen Krause auf Facebook entdeckt, und jetzt muss ich es doch mal posten. Da hat tatsächlich jemand die komplette erste Seite des Phil Spector XMas-Albums in's Netz gestellt. Das beste Weihnachtsalbum ever, the XMas album to end all XMas albums, echt total over the top. Spectors Wall Of Sound passt nun mal zu Weihnachten wie die Faust auf's Auge, auch wenn der Kollege selbst von christlicher Nächstenliebe wohl eher weniger hält.

Sonntag, 13. Dezember 2009

By The Way


Urban Knitting ist eine weltweite Bewegung. Überall - man muss nur die Augen aufmachen - stricken Knitting Crews wie die Berliner "Knitta Please" warme Sachen für Absperrpfosten, Stangen von Verkehrsschildern, Statuen und was sonst noch im öffentlichen Raum frieren oder trist aussehen könnte. Taggen mit Wollresten - Graffiti ohne Sprühdosen.
Heute gesehen am Rande der Bochumer Innenstadt.

Samstag, 12. Dezember 2009

Rinderbrühe



Anstatt mich in meiner Küche endlich mal für Grösseres, wie zum Beispiel den Weltfrieden oder die Befreiung Tibets engagieren zu können, gründe ich eine Gegenbewegung nach der nächsten, siehe oben! Auf Dauer wird das nicht gutgehen, fürchte ich...
Gestern gab's zur Abwehr einer weiteren Virenattacke eine kräftige Rinderbrühe aus der Beinscheibe. Die wurde mitsamt

einem Knochen,
einem Stück Ingwer,
3 Knoblauchzehen,
einer großen Zwiebel,
2 Möhren,
einer Stange Lauch,
einer scharfen Chili,
3 Tomaten,
einem Bund Petersilie,
einem Thymiansträusschen,
etwas Rosmarin,
2 Lorbeerblättern,
5 Pimentkörnern,
und grobem Meersalz aufgekocht und, nachdem das Eiweiß entfernt wurde, weitere 3 Stunden bei mittlerer Hitzte zur Kraftbrühe verarbeitet.
Die Brühe, durch ein Sieb passiert und dem Patienten gestern zweimal verabreicht, scheint ihre Wirkung nicht verfehlt zu haben, man befindet sich auf dem Wege der Besserung.
Darüberhinaus verfüge ich mittlerweile über einen vorbildlichen Vorrat an diversen hausgemachten Brühen und kann mich jetzt hoffentlich Grösserem widmen....

Tracks 2009


Ohne lange Vorrede hier die Jahresendcharts zweier DJs, die meiner Meinung nach in unserer Stadt zu den relevanteren gehören, was state-of-the-art Tanzmusik angeht. Dazu noch meine und ab geht’s:

Tobias Koth aka DJ Moosbrugger
01/ Kryptic Minds - One Of Us – Swamp 81
02/ The Lady Blacktronika - All These Good Feelings (Dubbyman & Above Smoke Rmx) – Deep Explorer
03/ Pat Thomas & Marijata - I Need More - Gapophone Records
04/ Rogana Ottah & His Black Heroes – Ndu-Ka-Aku - ???
05/ Paul du Lac – Bingo - Clone
06/ Euro Funk - Everybody's Dancing - Eargasm
07/ Empire Bakuba – Trahison - Sacodis
08/ Gasper Lawal - Awon-Ojise-Oluwa - ???
09/ Aleke Kanonu - N'gwode - Arcana
10/ 6th Borough Project – Hang On – Instruments Of Rapture
11/ Steinhoff & Hammouda - You Are (Jus-Ed U.Q. Euphoric Remix) - Smalville
12/ Gepy & Gepy's - African Love Song (Pat Le Stach Edit) - Cabana Disco 001


Guy Dermocessian

A Forest Mighty Black - Here & There (AFMB 002)
Pepe Bradock - Path of Most Resistance (ATA 011)
Jayson Brothers - Monster Box (MCDE 1203)
Delano Smith - The Explanation (3EEP-107)
Chez Damier - Why (mojuba g.o.d 1)
Norm Talley - the journey (3EEP-102)
Dplay - Tschaka (RB 018)
Super Value - Special Edits 07 (SV 07)
Ilija Rudman - Two Faced Love (Red 015)
C.B Funk - Subway to Cologne (STORY 001)



Ralf Odermann
1. Levon Vicent – Late Night Jam (Ostgut Ton)
2. Fluxion – Inductance (Echocord / 039)
3. Rolando – Hiatus EP (Delsin)
4. Lerosa – Plesso – (Ostgut Ton)
5. Neville Watson – Jack For Daze (Clone Series)
6. STL – Silent State (Smallville)
7. Lawrence – Don’t Forget (Smallville)
8. Losoul – Slightly/Gridlock (Playhouse)
9. Morgan Geist – Detroit Carl Craig Mix (Environ)
10. Ekkohaus – Learning To Fly / Spencer Parker – Untitled Head (Liebe ♥
Detail)
11. Margaret Dygas – Frankly (Perlon)
12. Brendon Moeller (Escape EP (Steadfast)

im Web:
http://www.myspace.com/phleos
http://www.myspace.com/fameuxinconnu
http://profile.myspace.com/index.cfm?fuseaction=user.viewprofile&friendid=113224714

Donnerstag, 10. Dezember 2009

Moin!


Nur mal zur Erinnerung! Wenn Jeff Mills in den 90ern bei uns im Planet (BO) aufgelegt hat, dann tat er das in genau diesem Style, nur viel rabiater, jede Nummer nur eine Minute und sowieso immer zwei gleichzeitig, die Platten ungeordnet nach hinten in seine Box gepfeffert, und das Ergebnis war eine Art schneller, heftiger funky Krach. 400 Leute drehten ordentlich durch und die ganze Nacht hing eine Traube von Nerds um das DJ-Pult, um Jeff auf die feingliedrigen Finger zu starren.

Mittwoch, 9. Dezember 2009

Aussem Ärmel geschüttelt: Schwäbische Dinnede


Mademoiselle Mardermann musste dringende Geldgeschäfte erledigen ( was nichts anderes meint, als einen der ewig defekten Geldzählautomaten eines namhaften Kreditinstitutes mit erschlichenen Kleinmünzen zu speisen) und bat um mütterliche Begleitung. Der Weg zum Kreditinstitut ist nicht ohne Weihnachtsmarktfullkontact zu machen und wo wir schonmal dabei waren, hat die Kleine mir auch noch ihren Lieblingstand gezeigt, se hat Jeschmack, muß ich sagen! Schwäbische Dinnede (hatte ich bislang noch nie von gehört), ein Probierstück gemopst, für recht gut befunden und quasi Ehrgeiz geweckt: das kann ich doch auch! Noch mehr Ehrgeiz: das kann ich ohne Internet und Rezept!
Was soll ich sagen?, ich kann's! Selber zusammengefriemelt und echt lecker!


1 Würfel Hefe mit einer Prise Zucker in 1/4l lauwarmen Wasser auflösen
ca. 300 g Weizenmehl und ca. 150 g Roggenmehl mit einer kräftigen Prise Salz vermengen,
eine Mulde formen, in die Mulde die aufgelöste Hefe geben, wieder etwas Mehl darüber geben und warten, bis erste Bläschen entstehen, dann kräftig kneten und den Teig 30 Minuten gehen lassen.
In der Zwischenzeit 4 große Kartoffeln mit der Schale garen, abkühlen lassen und in feine Scheiben schneiden.
3 große Zwiebeln in feine Ringe schneiden.
Emmentalerkäse reiben.
Den Teig nochmal kneten und, zu kleinen Portionen geformt, weitere 15 Minuten gehen lassen, Backofen vorheizen.
Aus den kleinen Teigkugeln Ovale formen, mit Schmand bestreichen, Kartoffeln und Zwiebeln drauflegen, mit Pfeffer, getrocknetem Oregano und frischem Muskat nachwürzen, dann den Käse drauf und ab in den Backofen, bei 200 Grad ca. 30- 40 Minuten.
Dazu gab's Endiviensalat.

Dienstag, 8. Dezember 2009

Gestern: sturmfreie Küche schlecht genutzt


Gestern waren Tochter und Mann zum Burgeressen verabredet, verspätetes Geburtstagsgeschenk und so, ich muß da nicht mit, weil mir Burgeressen keinen Spass macht, Burgerverdauen noch weniger. Also hab ich am Abend sturmfreie Küche und bin denkbar schlecht vorbereitet, deswegen an dieser Stelle: was a) hätte sein können und was b) war!
zu a) der Mann nicht da: Leber mit einem halben Pfund Salbei und Estragon mit Fenchel und Sternanis galore, alles mit Münsterkäse gratiniert, dazu Spitzkohlgemüse mit ordentlich Meerettich an Räucherfisch, um's mal überschaubar zu halten....
zu b) die Tochter nicht da: Leber mit viel Chili, scharfe und überhaupt Linsensuppe mit, sagen wir Pesto, Fenchelgemüse, wahlweise Sauerkraut mit Sardellen und Kapern, Rinderzunge, krause Endivie und Radicchio, um's mal überschaubar zu halten.....
P.s.: gilt für a) 1und 2 : alles noch kräftig mit Kümmel abschmecken!
Und was mach ich..? Ich laß diese großartige Chance einer Onewomanshow mal wieder mit weissen Bohnen und Baguette verstreichen, wie blöd ist das denn ?????
Beim nächsten mal mach ich's besser, is ja wohl klar!
Was ich dann nicht mehr mache:
Knobischeiben und Salbeiblätter in Olivenöl andünsten, Bohnen, Salz, Pfeffer, hausgezogene Hühnerbrühe dazu, Bohnen fast matschig köcheln, abkühlen lassen und lauwarm mit Baguette auftunken.
Das Ganze direkt aus der Pfanne und dabei PrekariatsTV ohne Rechtfertigungsnot zu konsumieren macht aber auch irgendwie Spaß...

The Burger Experience


Ein- bis zweimal pro Jahr gehen Monsieur Mardermann und Madame Mardermann, die jüngere, also Mademoiselle Mardermann, gemeinsam Burger essen, während Madame M., die ältere, es sich endlich mal mit ihren geliebten weissen Bohnen oder Leber gemütlich machen darf.

So zogen wir also gestern abend, den Weihnachtsmarkt links liegen lassend, gen Bermuda3Eck. Wir hatten uns – wie immer eigentlich, seit unser Lieblings-TexMex-Schuppen „Barrio Brothers" das Zeitliche gesegnet hat – das „Three Sixty" ausgesucht, eine riesige American Sports Bar, auf deren unzähligen Monitoren gestern Football ohne Ton übertragen wurde. Die Speisekarte bietet von Fingerfood über Spare Ribs, Burger, Pizza, Fajitas bis zu Steaks alles in passabler Qualität an, was das Herz der vorwiegend jüngeren Besucher begehrt. Gestern noch dazu „The Spare Ribs Experience", was nicht mehr und nicht weniger heisst als: Ribs, bist du nicht mehr kannst!

Aber wir wollten ja Burger, und zwar einen Chiliburger für Monsieur und einen Xtreacheeseburger (Scheiben- und Sprühkäse!) für Mademoiselle, dazu ein 2009er Fiege Pils und eine Sprite, wenn schon, denn auch richtig! Die Fleischklopse sind mit 180g von der grösseren Sorte und durchaus saftig zu nennen, die Brötchen knusprig, was vor allem bei der unteren Hälfte nicht bei jedem Burgerbräter der Fall ist – und wer einmal in ein klitschiges, ketchuptriefendes Brötchen gegriffen hat, der weiss so ein knuspriges zu schätzen. Dazu servieren sie im Three Sixty American Steak Fries und eine Mini-Salatbeilage, aber der interessiert ja nicht wirklich, ist ja schon genug Grünzeug auf dem Klops, haha.

Fazit: die ganze Nummer ist kein Fastfood, aber natürlich Convenience, is‘ klar. Das war uns aber schon vorher klar, wir wussten nicht nur, was wir taten, nein, wir brauchten es sogar! Dafür reicht’s uns jetzt allerdings auch wieder bis zum Frühjahr.

Montag, 7. Dezember 2009

Zum Sechzigsten


Unser ABSOLUTER Lieblingssong des Meisters - besser geht's nicht!
Neulich bekam ich das neue Live-Album von guten Freunden, die meinten, ich müsse mal wieder richtige GitarreDrumsBassMusik hören, zum Geburtstag überreicht. Tolle Scheibe, aber das erzähl ich mal später...

Gestern vor dem Tatort: Pollo Al Ajillo


Die Tage werden immer kürzer und ich immer lansamer, deswegen kommt das Abendessen vom Sonntag erst jetzt.
Wir haben am Wochenende dringend notwendige Renovierungen durchgeführt, ähem angefangen. Es war eigentlich wie immer, eine erfolreiche Verdrängung der Tatsache, daß sowas NIIIEEE nach Plan läuft, du denkst, der Drops ist in 4 Stunden gelutscht, sind doch nur'n paar Quadratmeter zu streichen. Du fängst an und ahnst, daß das rotlastige Weiss das blaustichige vielleicht nicht decken könnte, aber mal abwarten, wenn's trocknet..noch herrscht naive Hoffnung, erster Anstrich fertig, Hoffnung ade! Alles nochmal, geht aber erst morgen, weil muß erst richtig trocknen, Mist die Decke muß ja auch noch, Farbe reicht also nicht, im Baumarkt gibt' keinen verkaufsoffenen Sonntag, also muß die weiter Durchführung der Maßnahme vertagt werden...Aus vier Stunden werden also mit Sicherheit vier Tage, Ikeabettaufbau noch nicht einkalkuliert. Daß sowas nicht ohne Auswirkung auf die Küche bleibt, muß nicht weiter erwähnt werden.
Also her mit einfachen Gerichten!
Drei Hühnerschenkel salzen und pfeffern, 2 große Knoblauchzehen in feine Scheiben schneiden, Schenkel in Olivenöl von allen Seiten goldbraun anbraten, Knoblauch dazu ( darf nicht zu dunkel werden!), 1 Lorbeerblatt dazu und mit Weisswein und Hühnerbrühe ( ich hatte meine Hausgemachte, die Mühe lohnt sich einfach!) angießen. Ab in den auf 200 PS vorgeheizten Backofen, nach einer halben Stunde gehackte Stiele von einem Bund Petersilie dazugeben, kurz vor Ende der Garzeit die gehackten Petersilienblätter dazu, fertig!
Dazu gab's Backkartoffeln, einfach nur mir sizilianischen Olivenöl und grobem Meersalz.
P.s Ich fand Frau Thomalla und Herrn Wuttke wieder mal nicht funky.....hab' mir irgendwie mehr von den beiden versprochen, aber das Drehbuch schreiben'se ja schließlich nicht selber.

Best X-Mas Song ever, ever, ever

Freitag, 4. Dezember 2009

R.I.P. Vol II


Den Kochplattendebütanten unter euch zur Erklärung, allen anderern zur Auffrischung bereits erworbenen Wissens: R.I.P. ist das Kürzel der internationalen Vereinigung der Köche, die es sich zum Ziel gesetzt haben, ihren Küchenresten ein würde- und sinnvolles Ende zu bereiten, eben rests in peace ( siehe entsprechender Novemberpost).
Gestern fand also die Pfannenbeisetzung folgender Reste statt:

Ziegenfrischkäse, von den letzten Ravioli übbriggeblieben
Schwarzwälder Schinken, von weiß der Geier
TK Erbsen von irgendwannmalpaellagemacht

Zwiebeln, Knoblauch, Olivenöl, Chilischoten, Pasta sind immer im Haus und zählen somit zum Mobiliar.
Schinken, Zwiebeln, Knoblauch, Chili in Öl andünsten, die Erbsen dazugeben, Hitze reduzieren, die abgetropften Spaghetti unterheben und sofort mit dem gewürfelten Ziegenkäse vermengen.
a) Wareneinsatz b) Zeiteinsatz liegen deutlich unter a) 5€, b)15 Minuten, will sagen, zu dem Kurs und in der Zeit hab ich im Leben nicht von irgenwoher Fastfood für drei Personen rangekarrt!

Donnerstag, 3. Dezember 2009

Guys Dermocessian und sein Funkloch


Guy Dermosessian hat in den letzten 2 Jahren (oder war’s nur eins?) im Alleingang Bochums elektronische Abendunterhaltung auf links gedreht. Für seine Reihe „Funkloch“ holte er erstaunlich große Nummern wie Hans Nieswandt, Ingo Sänger, D-Play, Langenberg, Manuel Tur, Ame, pascal, halb Karlsruhe u.a. in ebenso erstaunlich kleine Clubs wie die Goldkante und neuerdings die Eve-Bar. Ganz nebenbei brachte er einen Stil namens House, dessen Fahne in unserer Stadt zuvor nur noch von verschwörerischen Geheimzirkeln hochgehalten wurde, während alle anderen unter dem Joch des Baller-Electro litten, zurück auf die Landkarte. Für den Kochplattenteller hat er die typischen 4 Fragen, die man einem House-DJ so stellt, beantwortet.
Guy, kannst Du kurz deinen Style beschreiben?
Mein Style, wenn man es so nennt, bewegt sich hauptsächlich zwischen Disco und House der alten Schule. Der grosse Denker König Saatgut fasste es mal ordentlich zusammen: "Ein perfekter Mix baut auf vier Pfeiler auf: Soul, Disco, House und Techno" und er hat Recht!
Du hast früher in Karlsruhe und Umgebung gelebt und aufgelegt, heute im Ruhrgebiet. Wie groß ist der Unterschied?
Es gibt einen Unterschied: In Karlsruhe findet man eine grössere Maultschenauswahl im Supermarkt!
Dein musikalischer Werdegang?
Werdegang hört sich vorprogrammiert an. Es hat sich aber noch nie so angefühlt. Bis jetzt kam alles, wie es sich ergeben hat. Musik stand aber immer im Vordergrund. Mal hauptsächlich Plattensammler, mal hauptsächlich DJ, mal hauptsächlich Tüftler, mal hauptsächlich Veranstalter. Ui.. , bin gespannt was ich in ein paar Jahren zu diesem Punkt sagen werde. Machen wir das nochmal?
Und jetzt noch deine Einflüse?
Es gab viele Eregnisse, Menschen und Momente, die mich beeinflusst haben. Die Verantwortlichen für alles, was sich bis jetzt bei mir ergeben hat, sitzen grad in der Platten:tasche in der Karlsruher Luisenstrasse, trinken Kaffee und ziehen sich gute Musik rein! Ein feiner Plattenladen ist das.

Das Funkloch-Jubiläum hat Guy jedenfalls zum Anlass genommen, seine musikalische Vision in den „Ein Jahr Funkloch“-Mix zu mixen. Das nächste Funkloch mit Gast Gerd Janson, seines Zeichens Chef vom Running Back-Label, findet am 29.01.2010 ab 23:0 in der Eve bar im Bochumer Schauspielhaus statt. Hingehen ist Pflicht!

http://www.myspace.com/fameuxinconnu

Mittwoch, 2. Dezember 2009

Kochen mit Grips

Vor einigen Tagen löste Peter Krauskopf (aka der Geniesser) mit seinem "Manifest einer kulinarischen Bewegung im Ruhrgebiet" bei den Ruhrbaronen eine, wie ich finde, sehr interessante Debatte aus. Einen nachhaltigen Eindruck hat die These des von mir sehr geschätzten Perik O'Loso gemacht, und die lautet in etwa wie folgt: das Bemühen um eine vernünftige Ernährung wird nicht etwa durch einen zu schmalen Geldbeutel sondern vielmehr durch Mangel an Grips vereitelt. (@perik: das war's doch, was du meintest, oder?) Schön auch sein Apart, daß in unserem Land die meisten Bemühungen an eben genau diesem Misverständnis kategorisch scheitern, aber das ist eine andere Tasse Tee...
Ich will an dieser Stelle keineswegs das Faß der traditionellen Ruhrgebietsküche und schon garnicht das der Spitzengastronomie im Ruhrgebiet aufmachen, das erste kenne ich zwar sehr gut, ist mir manchmal aber 'n bißchen zu tough, im zweiten kenne ich mich im Moment zu wenig aus, als daß ich meinem Senf dazugeben müsste.

Also zurück zur These, daß ein bißchen Bildung bei gutem Essen nicht schaden kann.
Ich glaube, Bildung - und ich meine die Sorte, die einen gesamtgesellschaftlichen Nährwert hat - ist nicht unbedingt akademischer Natur, sondern setzt lediglich die Bereitschaft und Fähigkeit, Verantwortung zu übernehmen voraus. Im kulinarischen Alltag, so wie ich und viele andere ihn betreiben bedeutet das, Stellung zu beziehen, Entscheidungen zu treffen und Prioritäten zu setzen, egal in welcher Reihenfolge.
Klar, bin ich die erste, die etwa bei „zu Tisch in...“ auf Arte, wo's im übrigen auch immer um regionale Küche geht, die ganze Litanei rauf und runter schreit: kann ich hier nicht kriegen, Einkaufsdiaspora das hier, nix kann man machen! Ich bin auch diejenige, die ab und an 'nen Blutsturz angesichts der Einkünfte, die ausschließlich im Kühlschrank landen, kriegt.
Ich bin aber auch diejenige, die eine gesunde Mischkalkulation lebt und auf keinen Fall darauf verzichten wird, Fleisch, Fisch und Gemüse auf dem Wochenmarkt zu kaufen, lokale Einzelhändler nach Kräften zu unterstützen und all das als Teil ihrer Lebensqualität bezeichnet. ( Dafür haben wir auch immer noch keinen Flachbildschirmfernseher, so what?)

Und jetzt meine gestrige Interpretation der modernen Ruhgebietsküche:

Buchweizenravioli mit Blutwurst auf Zwiebelconfit

Ravioli

100 g Weizenmehl
200 g Buchweizenmehl
2 Eier
lauwarmwes Wasser zu einem geschmeidigen Teig verkneten, ruhen lassen.

1 halbe geräucherte Blutwurst kleinschneiden, im Mörser zermatschen und mit Ziegenfrischkäse vermischen ( ist das jetzt schon Fusion?). Die Wurst bringt genug Aroma mit sich, also beim Würzen vorsichtig sein!

Teig ausrollen und kleine Kreise ausstechen, mit der Füllung belegen, zusammenklappen, die Ränder fest andrücken.

Zwiebelconfit

6 mittelgroße Zwiebeln in feine Ringe schneiden, in Butter anschwitzen. Einen Eßlöffel Birnenmarmelade ( stammte gestern vom Patenonkel aus der Schweiz, seines Zeichens aber im besten Wanne-Eickler Spirit aufgewachsen!) unterrühren. Die Zwiebeln anbräunen, mit einem Schuß Brandy ablöschen, mit Pfeffer und Salz abschmecken und kurz einköcheln lassen.

Die in siedendem Wasser gegarten, abgetropften Ravioli auf den Zwiebeln anrichten, fertig!
Bodenständig, preiswert und unglaublich aromatisch…

Dienstag, 1. Dezember 2009

Man kommt ja zu garnix

Man pröddelt sich so durch die grauen November- ab heute Dezembertage, macht hier 'n bißchen, da auch und schwupp: vergessen, das Letzte aus der Reihe CAW (Cooks Against Winter) zu posten..!
Hier also nachträglich:


Sonntag vor dem Polizeiruf - Tortiglioni mit Orangensoße

4-5 Salbeiblätter in etwas Butter andünsten, mit dem Saft einer großen Orange angiessen, etwas einköcheln lassen. Jeweils eine halbe Tasse Weisswein und Brühe ( ich hatte den Gänsfond vom Samstag) dazugeben und auf die gewünschte Konsistenz reduzieren. Mit 2 El Creme fraiche abbinden, mit Pfeffer, Salz und einer Prise Muskat abschmecken, fertig!
Bei uns gab's die Nummer 23 von De Cecco dazu, und zum Hören den Resident-Advisor Podcast von Intrusion. Mit Dubtechno den Sommer emuliert, sozusagen.

Moin!


Früher, in unserer kleinen Diskothek, konnte ich diese Nummer nur spielen, wenn ich vorher sagenwamal "Loaded" und hinterher was von den Happy Mondays auflegte. Damals klang sie einfach zu strange. Heute hole ich sie nur einmal im Jahr, wenn's hoch kommt, hervor, hervor und jedesmal gefällt sie mir besser. Eine von Weatheralls wenigen echten Grosstaten.

Brendon Moeller - Escape (Steadfast)


Der Mann aus (schon wieder) New York steigt und steigt in meiner persönlichen Favourite-Producer-Liste. Er lässt sich nie auf einen Style festnageln und liefert immer, immer Qualität ab, ob er sich an House, Electro oder Dubtechno abarbeitet.
Nach Releases auf Deep Space, Leena, Third Ear, Mule Musiq und anderen
veröffentlicht er hier zum ersten Mal auf seinem eigenen Steadfast Imprint – und legt einen Super-Start für sein neues baby hin.
Ich kann mich gar nicht entscheiden, welcher der vier Tracks mir am meisten zusagt: das ebenso deepe wie verspulte „Phazed And Confused“, die heftig rockende Housenummer „Escape“ mit den Saxofonsamples, das discoid beseelte „Soul Static“ oder der warme, skankende Dubtechno von „Wondering“ – es kommt immer auf die Gelegenheit oder die Tagesform an. All Killer, No Filler, würde ich sagen.